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+ des Rätsels Lösung + |
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(Aufgaben 14 - 16)
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Lösung der 17. Vorbemerkung zur Aufgabestellung: von Manuel: Da aus der Aufgabestellung nicht ersichtlich ist, ob die gefundenen Geldstücke alle gleichwertig sind ( in deutscher Währung könnten unter den Münzen zum Beispiel 1DM-, 5DM-Münzen oder auch Groschen sein), führe ich die Rechnung unabhängig vom gefundenen Geldbetrag durch. Ich bezeichne den gefundenen Geldbetrag mit K. Dabei ist K>0, denn andernfalls hätte man kein Geld oder gar Schulden gefunden. Berechnung eines linearen Gleichungssystems von 4 Gleichungen mit 4 Variablen und einer Konstanten. (z.B. von Thomas Soueid, Frank Böttger )
Der gefundene Betrag sei K.
"Vermögen von Person 1 addiert zum gefundenen Geldbetrag ist das
Doppelte des Besitzes von Personen 2 und 3" ergibt folgende Gleichung :
x1 + K = 2*(x2+x3)
<=> x1 - 2*x2 - 2*x3 = -K
Analog ergeben sich aus den verbleibenden Bedingungen
x2 + K = 3*(x3 + x4)
<=> x2 -3*x3 - 3*x4 = -K
x3 + K = 4*(x4+x1)
<=> -4*x1 +x3 - 4*x4 = -K
x4 + K = 5*(x1+x2)
<=> -5*x1 - 5*x2 + x4 = -K
Wir haben also das folgende lineare Gleichungssystem :
I. x1 - 2*x2 - 2*x3 = -K
II. x2 - 3*x3 - 3*x4 = -K
III. -4*x1 + x3 - 4*x4 = -K
IV. -5*x1 - 5*x2 + x4 = -K
----------------------------------
I. x1 - 2*x2 - 2*x3 = -K
II. x2 -3*x3 - 3*x4 = -K
IIIa. -8*x2 - 7*x3 - 4*x4 = -5*K (4*I + III)
IVa. -15*x2 - 10*x3 +x4 = -6*K (5*I + IV)
-----------------------------------
I. x1 - 2*x2 - 2*x3 = -K
II. x2 -3*x3 - 3*x4 = -K
IIIb. 31*x3 + 28*x4 = 13*K (-8*II - IIIa)
IVb. -55*x3 - 44*x4 = -21*K (15*II + IVa)
------------------------------------
I. x1 - 2*x2 - 2*x3 = -K
II. x2 -3*x3 - 3*x4 = -K
III. 31*x3 + 28*x4 = 13*K
IVc. 176*x4 = 64*K (55*IIIb + 31*IVb)
------------------------------------
Aus Gleichung IVc ergibt sich (dividiert durch 176):
x4 = 4/11*K
Eingesetzt in III :
31*x3 + 28*4/11*K = 13*K | - 28*4/11*K
| /31
<=> x3 = 1/11*K
Eingesetzt in II
x2 - 3*1/11*K -3*4/11*K = -K
<=> x2 - 15/11*K = -K | +15/11*K
<=> x2 = 4/11*K
Eingesetzt in I
x1 - 2*4/11*K -2*1/11*K = -K
<=> x1 -10/11*K = -K | +10/11*K
<=> x1 = -1/11*K
Noch einmal zusammengefasst :
x1 = -1/11*K
x2 = 4/11*K
x3 = 1/11*K
x4 = 4/11*K
Folgerungen:
Für den gestellten Fall K=22 ergeben sich durch Einsetzen die Besitzverhältnisse x1=-2 (schuldet 2 Geldstücke) x2=8 x3=2 x4=8und nun noch ein ganz klein wenig höhere Mathematik:
Natürlich kann man die Aufgabe auch mit Hilfe einer Matrix schreiben und dann ausrechnen:
Dies ist die Koeffizientenmatrix der Gleichungen -
| 1 -2 -2 0 | | 0 1 -3 -3 | det(A)= 176 | 0 0 31 28 | | 0 0 0 176 |(Die Umformungen innerhalb der Determinanten analog den Umformungen des Gleichungssystemes oben) Daraus ergibt sich folgende Lösungsmatrix:
a = -k/11 , b = 4k/11 , c = k/11 , d = 4k/11. Wir sehen, dass die erste Person in jedem Fall ein negatives Guthaben aufweist, also Schulden hat. Mit k=22 sieht es also so aus: Der Erste hat 2 Taler Schulden, der Zweite und der Vierte haben jeweils 8 Taler und der Dritte 2 Taler.
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Lösung der 16. Den Gedankengang zur Lösung dieser Aufgabe kann man sehr gut bei Manuel nachvollziehen: Wenn bei jeder beliebigen Auswahl von mindestens 5 Personen ( nach Voraussetzung sollen mehr als die Hälfte der 9 Räuber anwesend sein) in jedem Fall mindestens eine Person mit einem Schlüssel für ein Schloss darunter sein soll, müssen von jedem Schloss genau 5 Schlüssel unter die 9 Räuber verteilt werden; d.h. 5 von 9 Räubern erhalten genau einen Schlüssel für dieses Schloß. Die Anzahl der Schlösser, die man benötigt, wird durch die Verteilung bestimmt, 5 Schlüssel für dasselbe Schloss an 9 Räuber zu verteilen bzw. 4 von 9 Räubern diesen Schlüssel nicht zu geben. Man braucht also nach der kombinatorischen Formel "n über k" genau 9 über 5 verschiedene Schlösser für den Safe; das sind also 126 Schlösser. Die Anzahl der Kombinationen k-ter Klasse
æ n ö
= n! = 9! = 126
Dadurch ist gewährleistet, dass
Wie viele Schlüssel bekommt jeder Räuber?
I II III IV V VI VII VIII IX
Der Räuber IX zum Beispiel, der den Schlüssel 1 besitzt ( siehe Tabelle ) muss noch so viele Schüssel weiterer Nummern
dazu bekommen, wie es Möglichkeiten gibt, an 4 der restlichen 8 Räuber die übrigen 4 Schlüssel gleicher Nummer zu verteilen.
æ n -1 ö
= 8! = 70
Die gleiche Argumentation gilt auch für die übrigen Räuber. Also erhält jeder Räuber genau 70 Schlüssel, die nach einem genau einzuhaltenden System zu den 126 Schlössern passen.
Sehr anschaulich ist auch der Lösungsweg von Gernot Lanz: Bei der Lösung dieser Aufgabe habe ich versucht, die Gesetzmäßigkeit zunächst bei einer kleineren Anzahl von Räubern zu ergründen.
Wichtig dabei ist die Forderung, dass mehr als die Hälfte anwesend sein muss.
Die praktische Ausführung der Schlüsselverteilung möchte ich an Beispielen mit einer kleineren Anzahl von Räubern erläutern (geringerer Arbeitsaufwand) 1. Beispiel:
2. Beispiel:
3. Beispiel:
Dabei kam ich zu folgendem Ergebnis:
Die Aufgabe läuft auf das Problem hinaus,
æ n ö = n! = 9! = 126 = n * (n-1) * (n-2) * ... * n-(k-1) = 9 * 8 * 7 * 6 * 5 = 126 æ n -1 ö = 8! = 70 = 8 * 7 * 6 * 5 = 70 Am Tresor müssen, um allen Bedingungen zu genügen, 126 Schlösser angebracht werden
und jeder Räuber erhält 70 verschiedene Schlüssel.
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Lösung der 15. KEIN Beweis ist das Durchrechnen von Beispielen, egal von wievielen. ;-) zur Veranschaulichung ist es aber gut geeignet:
Vermutung: Es gibt zu diesem Term: n*(n+3)*(n+1)(n+2) +1 eine Quadratzahl;
SQR(Q)= n*(n+3) +1 bzw.SQR(Q)= (n+1)(n+2)-1 diesen Zusammenhang benutzten Jürgen Bosbach und H-J. Gräbner als Grundlage ihres Beweises. Nun aber zum Beweis: zu zeigen ist: (Behauptung)
Umformen der linken Seite der Gleichung:
n*(n+1)*(n+2)*(n+3) + 1 = [n*(n+3)] * [(n+1)*(n+2)] + 1
= (n2+3n) * (n2+3n+2) +1
Ersetzen: n2 +3n = h.
n*(n+1)*(n+2)*(n+3) + 1 = h * (h +2) + 1
= h2 +2h + 1
= (h+1)2
Ersetzen: h+1 = z
n*(n+1)*(n+2)*(n+3) + 1 = z2 = Q
q.e.d.
formuliert nach der Beweisidee von mac.andy und Peter Becker.
Variante zum Beweis:
n*(n+1)*(n+2)*(n+3) + 1 = Q mit Q= z2 [n, Q, z natürliche Zahlen]
n*(n+1)*(n+2)*(n+3) + 1 = n4 + 6n3 + 11n2 + 6n + 1
= (n2 + 3n +1)2
= (n *(n+3)+1)2
Ersetzen: (n2 + 3n +1) = z
n*(n+1)*(n+2)*(n+3) + 1 = z2
w.z.b.w.
Gerhard notierte 4 aufeinanderfolgende Zahlen so: (a, z, Q natürliche Zahlen)
(a-2)*(a-1)*a*(a+1) +1 = Q mit Q = z2
(a-2)*(a-1)*a*(a+1) +1 = (a-2)*a*(a+1)*(a-1)+1
= (a2 - 2a) * ( a2 -1) +1
= a4-2a3-a2+2a+1
= (a2 -a -1)2
= (a*(a-1)-1)2
Ersetzen: (a*(a-1)-1) = z
(a-2)*(a-1)*a*(a+1) +1 = z2
Das Besondere an diesem Beweis ist, dass an dieser Stelle der Bereich
der natürlichen Zahlen verlassen werden kann
Die Umkehrung dieses Satzes gilt nicht! ( das merkte Gudrun ihrem Beweis an) Nicht jede Quadratzahl ist gleich dem Produkt aus vier aufeinanderfolgenden natürlichen Zahlen um eins vermehrt. das lässt sich leicht aus der Beziehung
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Lösung der 14. Da das Ergebnis den Eindruck erweckt, den "gesunden Menschenverstand" bzw die Physik zu überlisten, wieder mehrere verschiedene Lösungsverianten zu dieser Aufgabe. Ein wesentlicher Grundgedanke ist das Arbeiten von oben nach unten ...(in Bezug auf den Kartenstapel) wobei es praktisch natürlich kompliziert wird, die neuen Karten unten einzufügen ;-)) Es ist noch leicht einzusehen, dass die erste Karte zur Hälfte auf der zweiten Karte aufliegen muss. Aber das Gleiche gilt auch, wenn die untere Karte nicht die zweite, sondern die 100. oder 1000. Karte ist. Wichtig ist immer der Schwerpunkt des Stapels, der noch über jeder Karte liegt...dieser Schwerpunkt muss innerhalb der Kartengrenzen der darunterliegenden Karte liegen. Von diesem Gedanken ausgehend sind die folgenden Lösungen leichter zu verstehen. von Koal kommt dazu erst einmal eine Grafik:
Bernard erklärt die Tatsache so:
Ein in sich stabiler Turm aus Karten kippt dann um, wenn sein
Schwerpunkt
knapp über der Kante der Auflagefläche ragt. Dann sorgen wir eben
dafür, dass das nicht passiert, vielmehr, dass der Schwerpunkt schön
über der Tischkante zu liegen kommt, und der Turm in sich irgendwie
maximal gestreckt ist.
Diese Verschiebung des Schwerpunkt kann man ausrechnen:
In Formeln gegossen heißt das mit Definition des Schwerpunkts
Lage neuer Schwerpunkt = ((n-1)*0.0 + 1 * 0.5) / n = 0.5/n. Um diese Strecke kann man den Turm verschieben und erhält als maximale Reichweite des neuen Turms r + 0.5/n. Man sieht sehr leicht, dass für einen überhaupt maximalen Turm der höhe n, das r maximal unter der Reichweite aller Türme der Höhe n-1 sein muss. Das heißt: Ein Turm maximaler Reichweite hat die Eigenschaft, dass jeder Teilturm von der Spitze aus ebenfalls einer mit maximaler Reichweite ist (von der nächsten Karte aus gemessen) Ist s(n) diese gesuchte maximale Reichweite , heißt die Rekursionsvorschrift also einfach: s(0) = 0; für n>=1 ist s(n) = s(n-1) + 0.5/n oder direkt explizit: s(n) = 0.5 * Summe aller Stammbrüche von 1/1 bis 1/n. Also z.B.: s(32) = 2.029248 s(104) = 2.613203 s(10000) = 4.893803Es sieht so aus, als könnte man beliebig weit hinaus stapeln, dies stimmt, denn die obenstehende wachsende Summe aller Stammbrüche konvergiert gegen die harmonische Reihe, diese ist divergent, das heißt sie haut ab... Sie hat aber auch eine lustige Eigenschaft: sobald man z.B. jede Karte, deren Nummer eine bestimmte Ziffer enthält, z.B. die 8, nicht verschiebt, sondern praktisch direkt unter seinen Vorgänger schiebt, so konvergiert die Reihe, das heißt, man kommt nicht mehr beliebig weit. Auch in anderen Hinsichten ist diese Reihe gerade noch so ein Grenzfall, der gerade noch divergiert, sobald man sie ein wenig modifiziert konvergiert sie... sehr anschaulich auch die Lösung von Horst Reblitz: Der gemeinsame Schwerpunkt aller Karten muss genau über der Tischkante liegen. Der gemeinsame Schwerpunkt von N-1 obenliegenden Karten liegt genau an der Aussenkante der N-ten Karte. Die N-te Karte verlängert den Abstand vom Tisch um die Differenz der Schwerpunkte zwischen (N-1)-ter und N-ter Karte. Länge der Spielkarte = L Maximaler Abstand der obersten Karte vom Tisch bei N Karten = A[N] (= gemeinsamer Schwerpunkt) A[1] = L/2 A[2] = ( 1*A[1] + 1*(A[1]+(L/2) ) / 2 = 3L/4 A[3] = ( 2*A[2] + 1*(A[2]+(L/2) ) / 3 = 11L/12 A[N] = ( (N-1)*A[N-1] + 1*(A[N-1]+(L/2) ) / N umgeformt A[N] = A[N-1] + (L/2)/N A[N]/L = 1/2 + 1/4 + 1/6 + 1/8 + ... [0,5 * harmonische Reihe] Die harmonische Reihe ist divergent und der Grenzwert für n-->unendlich ist auch unendlich ! Es gibt meines Wissens keine Summenformel und so bleibt nur Handarbeit (Rechnerarbeit) zur Berechnung für N=32 bzw. N=104. A[32] = 2,029247598 A[104] = 2,613203276 A[unendlich] = unendlich ( auch wenn ichs mir kaum vorstellen kann ! ) Hans-Jürgen Gräbner ist das Problem physikalisch angegangen:
Dieses hübsche und uralte Problem ist leicht zu lösen mit der simplen
Formel des Hebelgesetztes:
links: rechts: Schwerpunkt n-1 Karten Schwerpunkt des x-ten Kartenstücks (1 - x) / 2 = (n - 1) * x + x / 2 Nach x aufgelöst ergibt sich: x = 1 / (2n) als Überstand der untersten n-ten Karte. Für den gesamten Überstand von 32 bzw. 104 Karten sind alle x-Werte aufzusummieren. Das habe ich einem TP-Programm überlassen, das ich sogar bis 10000 Karten rechnen ließ: (Übrigens ist die Reihe für unendlich viele Karten divergent: Es kommt die Hälfte der harmonischen Reihe von unendlich heraus. :-)) Peter Becker hat eine Tabelle angefügt, die die Verteilung der Karten darstellt:
DeaD ChaoT ein Programm geschrieben, das den Überhang für max. 5000 Karten berechnen kann:
zum Abschluss noch einige Bemerkungen zur Höhe der Türme in Abhängigkeit vom Überhang:
von Jörg Wiegels Weil die harmonische Reihe divergiert, lässt sich theoretisch jeder vorgegebene Überhang erreichen. Weil die harmonische Reihe divergiert, lässt sich theoretisch jeder vorgegebene Überhang erreichen. Weil sie aber sehr langsam divergiert, würden sich in der Praxis schnell sehr hohe Stapel ergeben. Es ergeben sich also folgende Werte:
Umgekehrt kann man berechnen, wie viele Karten mindestens gebraucht würden, wenn ein vorgegebener Überhang erreicht werden soll. Bei Kartenabmessungen von 92mm * 59mm * 1/3mm ergäben sich folgende Maße:
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© Karin S., Jan.1999 last update Mai '99 |
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