Lösung der 9. Aufgabe vom 12.05.2003 |
|
Lösung von Christian Ege: sei x + y + z = 1 = a xy + yz + xz = b Dann ist a2 = 1 = x2 + y2 + z2 + 2xy + 2yz + 2xz 1 = x2 + y2 + z2 + 2b Umgeformt nach b: b = 1/2 - (x2 + y2 + z2) / 2 Somit gilt b < 1/2 für x 2 + y2 + z2 > 0 Die zusätzliche Bedingung x2 + y2 + z2 > 0 ist unter der ursprünglichen Bedingung x + y + z = 1 für den Bereich der Reellen Zahlen stets erfüllt. Lässt man für die Wertemenge auch Komplexe Zahlen zu, dann ist ist sie nicht immer erfüllt. |
|
Lösung von Sascha Kramer: Die Bedingung x+y+z=1 lässt sich umformen zu z=1-x-y, dies wird in die Zielfunktion f(x,y,z)=xy+yz+xz eingesetzt. Man erhält f(x,y) = xy + y (1-x-y) + x (1-x-y) = xy + y - xy -y² +x -x² -xy = -x² -y² +x +y -xy Zu zeigen ist jetzt, dass immer gilt f<1/2, dass also das Maximum von f kleiner als 1/2 ist. Zur Bestimmung der lokalen Maxima wird f abgeleitet jeweils nach x und y: df/dx = -2x+1-y df/dy = -2y+1-x Für ein Maximum muss gelten, dass beide Ausdrücke 0 werden: -2x+1-y=0 -2y+1-x=0, Lösen dieses Gleichungssystems ergibt sofort x=1/3, y=1/3. Einsetzen in die Bedingung gibt z=1/3. Über die zweite Ableitung oder über Vorzeichenwechselbetrachtung der Zielfunktion sieht man sofort, dass bei x=y=z=1/3 ein Maximum besteht, es gilt xy+yz+xz = 1/9 + 1/9 + 1/9 = 1/3 < 1/2. Damit wäre die Behauptung für alle Zahlen bewiesen. Für alle Zahlen? Nein! Nur für alle reellen Zahlen, denn nur für diese waren die Rechnungen zulässig. Daher zur Zusatzfrage: Die Aussage gilt nicht für komplexe Zahlen, denn zB für das Tripel (x,y,z) =(1,i,-i), wobei i die imaginäre Einheit ist mit i²=-1, gilt offentsichtlich x+y+z=1+i+(-i)=1, aber xy+yz+xz=1i+i*(-i)+1*(-i)=i-i²-i=1 > 1/2, also erfüllt das angegebene Tripel nicht die Aussage. Dies liegt natürlich daran, dass für komplexe Zahlen eine <>=-Relation keinen Sinn macht. |
Auswertung:
| eingegangene Lösungen | richtige Lösungen | falsche Lösungen |
| 28 | 26 | 2 |
| Bemerkungen : | ein kleiner Beweis | |
|
|
||
|
"blättern" |
|
|
|
|